Die

Autorenbibliothek

ist ein neuer Zyklus im Bibliotheken-Projekt.

Ich habe Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Autorinnen und Autoren gebeten, mit Smartphone oder Kamera einen Blick auf ihre private Bibliothek zu werfen und mir ein oder mehrere Fotos zur Verfügung zu stellen.

Sie entscheiden, ob die Fotos alt sind oder neu, in Farbe oder schwarz-weiß, digital oder auf Papier. Ihr subjektiver Blick fließt direkt in das Kunstwerk ein, definiert es und wird zum wesentlichen Bestandteil meiner Arbeiten.

Es geht darum die Charakteristika, die die jeweilige Bibliothek ausmachen herauszuarbeiten: Strukturen, die Buchreihen, Bücherstapel, Lücken im Regal, Licht und Schatten erzeugen. Ansichten von oben, unten, vorne, links, rechts, schräg, angeschnitten – alles ist denkbar.

Nicht alle Autoren, die hier versammelt sind, konnten Fotos beisteuern.
Günter Grass verstarb 2015. Zehn Jahre später, kurz bevor die Bibliothek ausgelagert wurde, bekam ich durch die Günter und Ute Grass Stiftung die Gelegenheit, mich ausführlich in seinem Haus umzuschauen und zu fotografieren.

Arno Schmidt machte seit den Sechzigerjahren mit seiner Yashica 44 viele Fotos der Bargfelder Umgebung, aber auch − in weiser Voraussicht − von seiner Bibliothek und dem Arbeitsplatz.

Isolde Ohlbaum stellte mir Fotos von Friederike Mayröckers „Zettelzimmer“ zur Verfügung und steuerte selbst auch einige bei.

Nun sind die ersten Bilder entstanden; evtl. wird das eine oder andere noch überarbeitet. Weitere − darunter die Bibliothek von Siri Hustvedt und Paul Auster − werden folgen.

 

Bibliothek Günter Grass, Behlendorf